Das nicht.THEATER Ensemble ist eine Gruppe freier Künstler aus Wien und Hamburg.

Im Zuge gemeinsamer Arbeit entwickelte sich das Streben die Grenzen des klassischen Theaters auszuloten und die Verzahnung von darstellender, bildender und medialer Kunst zu vertiefen. Traditionelle Verhältnisse zwischen Bühne und Zuschauer werden gelöst und das bewusste Erleben des Ereignisses wird in den Mittelpunkt gerückt.

Abseits von normalen Theaterräumen werden nun urbane Orte zur Essenz eines durch neuartige Raum- und Inszenierungskonzepte geschaffenen subjektiven Erlebens- und Assoziationsraums.

Eine Hierarchie zwischen den Wahrnehmungsebenen existiert nicht. Hören, Sehen, Riechen und Atmen stehen gleichwertig nebeneinander. Die Inszenierung fängt schon beim Einlass an. Der gesamte Abend wird zum Ereignis. Das Publikum nehmen wir als selbstbewusst gestaltenden Teil der Inszenierung wahr. Das Erkunden des Raumes, das Wahrnehmen der Körper und Stimmen, das Ertasten der plastischen Elemente, kurz das Verhalten zum Geschehen macht jede Vorstellung zu einem einmaligen Erlebnis, in dem auch Schauspieler immer wieder gefordert sind sich darauf einzulassen. Ständig sind wir auf der Suche nach unterschiedlichen Möglichkeiten den Zuschauer herauszufordern Entscheidungen zu treffen und sich dem Geschehen gegenüber zu positionieren. Er muss nicht alles sehen, er muss nicht alles hören. Er kann liegen, sitzen, stehen oder gar den Raum verlassen. Für uns ist jeder Abend ein Experiment, wodurch die unausweichliche Liaison zwischen jenen, die spielen, und jenen, die zusehen noch enger, die gemeinsam verbrachte Lebenszeit noch intensiver erfahrbar wird.

In dieser Besonderheit sehen wir das Potenzial eines Theaters für das 21. Jahrhundert. Wo Distanz durch einen technischen Fortschritt bedingt ist, der Nähe und echtes Erleben nur zu simulieren vermag, bildet unsere Arbeit den Gegenentwurf.

Ziel des Ensembles ist es ein Theater zu schaffen, dass nicht nur Prozesse und Dynamiken, sondern ganze Welten, Geschichten und Konflikte erfahrbar macht.

Ein Theater, welches nicht im Schatten anderer Medien steht, sondern seine eigene Sprache findet, die wiederum mehr ist als ein bloßer Kommentar. Eine Sprache, die gegenwärtig ist und anstelle eines scheinbar zeitkritischen Tabubruchs eine intensive Selbsterfahrung darstellt.