Premiere am 15. März 2014

weitere Vorstellungen am  16., 20., 21., 22., 23., 27., 28., 29. und 30. März

20. Todestag von Werner Schwab. 2014 jährt sich der Todestag des Grazer Dramatikers und Schriftstellers Werner Schwab zum 20. Mal. In ihm hat das deutschsprachige Theater einen genialen Übertreiber, ein hemmungsloses Schandmaul und einen bis in den Wahnsinn lustigen Pessimisten gefunden. Schwabs Fragen, die er schon vor mehr als 20 Jahren an die Menschen gestellt hat, sind nach wie vor aktuell. Noch immer suchen wir nach dem Sinn des Lebens und glauben diesen im Konsum von Gütern oder Medien zu finden. Auf groteske Art und Weise betont Werner Schwab diese große Absurdität des menschlichen Daseins.

 

Wir wurden in die Welt gevögelt und können doch nicht fliegen. Der Mensch sucht nach dem Sinn des Lebens und meint diesen in einem bestimmten Lifestyle, den wir im Internet oder im Fernsehen den vermeintlichen Zusehern nach Außen zeigen, finden zu können. Von Musterfamilien, die in Musterhäusern Musterleben führen, bis hin zu inszenierten Identitäten auf Facebook und anderen Social Media Plattformen. Durch die neuen Medien können wir uns selbst, unseren Wohnraum und unserer Familie nach existierenden idealen inszenieren und schaffen damit imaginäre Lebenswelten. Bilder gelangen aus dem privaten Raum in den Öffentlichen und die Familien schaffen damit eine Zweitrealität ihres Lebensumfeldes. Realitäten vermischen sich und das „zu sich selbst finden“ wird zu einem „sich selbst zeigen“. Ebenso wird durch das Fernsehen mit scheinbar dokumentarischen Anspruch ein bestimmtes Bild vom Abschaum der Gesellschaft generiert, damit man sich der Richtigkeit des eigenen Lebenskonzeptes immer wieder vergewissern kann.

relevantes zeitgenössisches Theater

Das Musterhaus in der „Blauen Lagune“ eignet sich hervorragend, um dort eine neue Form von Theater zu schaffen, die uns ein großes Anliegen ist. Das Publikum kann selbst bestimmen, von wo und wie es dem Geschehen innerhalb des Hauses folgen will. Szenen werden simultan via Fernseher und Computermonitor medial verfremdet in andere Räume übertragen und präsentieren neben den szenischen Spiel parallel weitere Realitäten. Gleichzeitig hat auch das Publikum auch die Möglichkeit via iPhone oder Facebook sofort Bilder zu liken oder zu kommentieren und damit unmittelbar auf die Postings und Videos der Schauspieler zu reagieren. Damit werden die Räume zu Interaktionsflächen des Publikums mit den Schauspielern. Das Theater wird zum Ereignis und schließt das Publikum mit in den Geschehensprozess ein.

 

mit

Aleksandra Corovic als Frau Grollfeuer

Herwig Ofner als Hermann Wurm

Sabine Herget als Frau Wurm

Steve Schmidt als Herr Kovacic

Miriam Fussenegger als Frau Kovacic

Angela Ahlheim als Desirée Kovacic

Anna Blumer als Bianca Kovacic

 

Regie: Rieke Süßkow Bühnenbild: Felix Huber Produktion: Lisa Schöttel

 

Regieassistenz: Raffaela Schöbitz

Ausstattungsassistenz: Ramona Schmid

Dramaturgie: Alexander Tilling

Video: Willi Kubica

Regiehospitanz: Stephanie Kohlross

Produktionsassistenz: Julia Felbar

 

 

 

Gefördert durch das Land Niederösterreich

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